Weiterhin benutze ich meine dunkelste Farbe als verdünnte Lasur und lege diese nun immer wieder in die Partien des Gesichtes die in Vertiefungen liegen (Augen, Augeninnenseite, Augenringe, Körperschatten der Nase, Mundhöhle etc.).
Dem Blattwerk um den Kopf des Pan widme ich mich später, da ich lieber das Gesicht, welches ich in Lasurtechnik male, beenden möchte, bevor ich zum größten Teil das feine Blattwerk und die letzten Tiefen und Höhen des Gesichtes deckend (mit unverdünnter Farbe) aufbringe.
Der Kernunterschied zwischen Lasurtechnik und deckender Malerei besteht darin; dass bei Ersterem der Malgrund (die Grundierung) immer durch alle darüber liegenden Lasurschichten hindurch scheint, bei letzterer nicht. Mit Lasuren lassen sich zarte Verläufe durch Verdünnung erreichen, bei der deckenden Malerei vermischt man zwei satte Farben miteinander, um einen Übergang zu erzielen. Ein guter Tipp für einen kontrollierten, weichen Verlauf in der deckenden Malerei, ist das sog. Granieren: dazu nimmt man auf den fast trockenen Pinsel sehr wenig, jedoch dicke Farbe auf und "kratzt" damit über die (trockene) Leinwand, sodass nur die erhabenen Stellen des Stoffes an dieser Stelle berührt werden und eine Art Nebel-verlauf entsteht.
Nächster Schritt: 2.Licht und Umbratöne